Weiterbildungsreihe erfolgreich abgeschlossen!

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21 Werkstattanleiterinnen und -anleiter aus Produktionsschulen, Jugendwerkstätten oder anderen berufsfördernden Einrichtungen erlangten jetzt erfolgreich nach 16 Monaten Ausbildung das Zertifikat „Werkstattpädagoge/Werkstattpädagogin“ des Bundesverbandes Produktionsschulen und der Leibniz Universität Hannover. Wegen der Corona-Pandemie präsentierten die TeilnehmerInnen ihre Abschlussarbeiten diesmal in digitaler Form.

Die Teilnehmenden aus dem gesamten Bundesgebiet wurden im Rahmen von neun zweitägigen Seminarmodulen von einem 12-köpfigen Dozententeam aus Wissenschaft und Praxis im Bereich der Beruflichen Förderpädagogik begleitet und weitergebildet. Die Weiterbildungsreihe hat einen Umfang von insgesamt 360 Stunden (Seminarpräsenz sowie Bearbeitung von Studienaufgaben). Ziel dieser Reihe ist die Professionalisierung der Fachkräfte in Produktionsschulen. Diese sollen durch neu erlernte Konzepte, Ansätze und Methoden sowie durch den fachlichen Austausch die Bildungs- und Beschäftigungsfähigkeit von benachteiligten Jugendlichen und jungen Menschen verbessern, so dass diese anschließend in geeignete betriebliche Ausbildung, Beschäftigung oder weiterführende schulische Angebote integriert werden können.

Die durch den Bundesverband Produktionsschulen und die Leibniz Universität Hannover (Prof. Dr. Arnulf Bojanowski; Dr. Cortina Gentner) entwickelte Modulreihe „Weiterbildung zum/zur Werkstattpädagogen/Werkstattpädagogin“ stellte die hohen Anforderungen an die Werkstattpädagogen in Produktionsschulen bei der Förderung von jungen Menschen mit schlechten Startchancen beim Übergang in Ausbildung und Arbeit in den Mittelpunkt. Diese Weiterbildung wird als ein positives Modell gewertet werden, um die zukünftigen Herausforderungen – auch von betrieblichen AusbilderInnen – besser zu unterstützen. Im März 2020 ist eine weitere Weiterbildungsreihe in Köln angelaufen.

Die äußerst positiven Rückmeldungen aller bisher beteiligten Absolventinnen und Absolventen dieser Weiterbildungsreihe haben den Bundesverband bewogen, eine weitere Reihe ab März 2020 in Köln zu starten. Weitere Informationen zur Weiterbildungsbildungsreihe des Bundesverbandes erhalten Sie über www.bv-produktionsschulen.de.

Bundesweiter Aktionstag abgesagt

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Den bundesweiten Aktionstag der Produktionsschulen und Jugendwerkstätten am 17.06.2020 müssen wir aufgrund der Corona Pandemie leider absagen.
Ob unsere BVPS-Fachtagung und Mitgliederversammlung vom 16. bis 18. September 2020 in Frankfurt/Oder stattfinden wird, entscheidet sich voraussichtlich Ende Mai. Die Entscheidung trifft der Vorstand in Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt/Oder. Zu gegebener Zeit werden wir Sie diesbezüglich informieren.

Wir bleiben weiter für Sie erreichbar. Sollten Sie Unterstützung benötigen, sind wir gerne für Sie da. Sie erreichen uns per Mail info@bv-produktionsschulen.de oder telefonisch unter 0511 – 72 73 77 75 von Dienstag bis Donnerstag von 9.00 bis 15.00 Uhr.

Neuer Vorstand im Bundesverband

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Auf der Mitgliederversammlung am 27. September 2019 in Kassel stand die turnusmäßige Wahl des Vorstandes auf der Tagesordnung. Tanja Koschinski, Tobias Schmidt und Herbert traten nicht mehr zur Wahl. Durch den Tod unseres langjährigen Vorstandsmitglied, Bernd Reschke, entstand eine Vakanz. Die Mitgliederversammlung bedankte sich für die sehr engagierte Arbeit der ausscheidenden Vorstände. Ariane Flick, Tom Johanssen und Martin Mertens stellten sich wieder zur Wahl.

Die gut besetzte Mitgliederversammlung wählte Tatjana Fesenko, Arne Meisel, Frank Schobes neu in den Vorstand. Der neue Vorstand entschied sich für Martin Mertens als alten und neuen Vorsitzenden des Bundesverbandes.

Start des BVPS-Upcycling Wettbewerb 2019

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Der Bundesverband Produktionsschulen e.V. lobt zum ersten Mal den Upcycling Wettbewerb „Ich war…, Ich wurde …, Ich werde …“ aus. Im Rahmen unserer bundesweiten Fachtagung am 26. September 2019 in Kassel startete er mit einem Workshop “Wege der Produktentwicklung”.

Nach dem Motto „Wir geben Menschen eine dritte Chance. Gib Du Dingen eine dritte Chance!“ suchen wir innovative, originelle und überzeugende Produktideen. Diese sollen eure Lebenserfahrungen und Sichtweisen widerspiegeln. Basis eurer Produkte soll Abfallmaterial aus der eigenen Produktionsschule/Jugendwerkstatt oder aber auch von industriellen Kooperationspartnern sein.

Es geht also um UPCYCLING im Sinne der Wiederverwendung scheinbar nutzloser Materialien.

Die Produkte sollen …

  • … einen Namen bekommen, 
  • … eine Geschichte erzählen, 
  • … eine Lebenshaltung widerspiegeln, 
  • … Charakter und einen Gebrauchswert haben.

Detailliertere Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier.

Meldet euch bitte bis zum 31.10.2019 zur Teilnahme beim Wettbewerb an.

Online Anmeldung Upcycling Wettbewerb

Upcycling Wettbewerb Ticker

Upcycling: Aus Alt mach Neu. Aus Müll neues bauen ist voll im Trend

Unser Vorstandskollege Bernd Reschke ist tot

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„Alles Lernen ist nicht einen Heller wert, 
wenn Mut und Freude dabei verlorengehen“ 

schrieb 1746 der Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi

Unser Vorstandskollege Bernd Reschke ist nach kurzer schwerer Krankheit gestorben.

Am Freitag, den 10. Mai; ich war gerade mit dem Auto auf dem Rückweg aus dem Urlaub in Norditalien und machte zwischen den Schweizer Bergen im Kanton Graubünden einen Tankstopp. Beim Pause machen und rauchen rief ich meine Mails ab und sah eine Mail von Bernd mit der Betreffzeile und zwei großen X. Bernd teilte seine Diagnose mit und seine Entscheidung gegen weitere Chemos und Therapien, die Einladung zum Geburtstag eine Woche später und schloss mit dem Satz: „Alles ist gut!“.

Nichts ist gut, dachte ich. Verdammt nochmal, immer dieser Scheiß-Krebs. Warum Bernd!?

Die Gemeinschaft der Produktionsschulen, aber auch der sog. Benachteiligtenförderung, der Berufspädagogik und selbstverwalteten Bildungsträger hat einen wichtigen Kollegen verloren. Das schmerzt. Bernds engagierte Arbeit, die immer auf die Bewältigung von Problemen der pädagogischen Praxis orientiert war und dem die persönlichkeitsbezogene Förderung von Rand- und Problemgruppen durch Arbeit und Beruf besonders am Herzen lag.

Bernd hat von Anfang an eine gewichtige Rolle bei Gründung und Entwicklung unseres Bundesverbandes Produktionsschulen gespielt. 

Mit Kolleginnen und Kollegen des früheren Arbeitsverbundes Produktionsschulen Nord entwarf er 2006 im Vorfeld der Verbandsgründung  die Produktionsschulprinzipien, die bis heute an Relevanz und Wichtigkeit an nichts verloren haben. Die Festlegung von Prinzipien war notwendig, um den damaligen Initiativen und Aktivitäten in Norddeutschland Perspektiven für den Aufbau einer exzellenten Produktionsschule nach dänischem Vorbild zu weisen.

Bei der am 1. Februar 2007 stattfindenden Gründungsversammlung in Wolgast (Usedom) übernahm Bernd mit vier weiteren engagierten Kolleginnen und Kollegen Vorstandsverantwortung, die er bis zu seinem Tode innehatte.

Bei wegweisenden Weiterentwicklungen des Bundesverbandes war Bernd maßgeblich mit beteiligt. Hier sind besonders zu nennen: 

Die Einrichtung einer funktionierenden Bundesgeschäftsstelle in Hannover in einem passenden Umfeld mit nachhaltiger Ressourcenschonung.

Die Bundesverband-Qualitätsstandards, die zeitgemäße Formulierungen zur Strukturierung und Entwicklung konkreter pädagogischer Handlungen in Produktionsschulen beschreiben. Daraus wurde eine Verfahrensweise zur Auditierung bzw. Zertifizierung des Qualitätssiegel Produktionsschule (QPS) geschaffen. Er war im Verfahren ein aktiver Auditor und kritischer Wegbegleiter.

Die Professionalisierung des pädagogische Personal durch Fort- und Weiterbildung war ihm ein weiteres besonderes Anliegen. In gemeinsamen Diskussionen mit unserem sehr geschätzten Kollegen Prof. Arnulf Bojanowski von der Leibniz Universität Hannover wurden die Grundlagen für die auch noch heute erfolgreich laufende Weiterbildungsreihe zum Werkstattpädagogen gelegt. Hier war er zuverlässiger Organisator, kreativer Förderer und engagierter Referent. Die ausgezeichneten Rückmeldungen belegen das.

Regelmäßig vertrat Bernd den Bundesverband als Moderator, Inputgeber oder Berater, wenn es galt die Idee der Produktionsschule „unter die Leute zu bringen“.

Nicht zuletzt war er bei hitzigen Diskussionen im Vorstand und Arbeitsgruppen der „Kühle Kopf“, der nur ganz selten die Ruhe verlor. Immer freundlich, konstruktiv und vor allem menschlich. Danke Bernd, dass du so deine Spuren hinterlassen hast.

Wir haben einen besonderen Freund, Kollegen, Gefährten, Anreger und Unterstützer verloren. Bernd wird schmerzlich fehlen und doch weiterwirken in all denen, die sich mit ihm verbunden fühlen.

Seiner Frau Maren und seiner Familie, auch im Namen unserer Mitgliedsorganisationen, unser aufrichtiges Beileid und Mitgefühl.

Trude Herr sang 1987: „Niemals geht man so ganz irgendwas von mir bleibt hier es hat seinen Platz

In diesem Sinne: Bernd, wir sind sehr dankbar, dass es Dich gab und dass es Dich in unseren Herzen weitergeben wird.

Mach‘s gut auf deiner letzten Reise!

Tobias Schmidt und Martin Mertens für den Bundesverband Produktionsschulen

Verner Ljung ist gestorben

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„Schöpferische Arbeit ist nur dann möglich, wenn der Mensch die Arbeit liebt…“ A.S.Makarenko

In tiefer Betroffenheit hat der Bundesverband Produktionsschulen vom Tod Werner Ljung erfahren. Es sind schwer tröstende Worte zu finden, wenn sich ein Mensch, der uns einen Teil unseres Weges begleitet hat, für immer verabschiedet. Wir haben einen besonderen Freund und Kollegen verloren, der uns begleitet, gefördert und uns für die pädagogische Arbeit in Produktionsschulen begeistert hat. Er war häufiger Gast bei Aktivitäten des Verbandes oder von Mitgliedsorganisationen. Unvergessen bleiben sein Humor und seine Herzlichkeit, aber auch seine Ecken und Kanten.Wir übermitteln, auch im Namen unserer Mitgiedsorganisationen, unser aufrichtiges Beileid und Mitgefühl.

Endbericht Erasmus+-Projekts “Paving the way” veröffentlicht!

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Ein Erasmus+ Projekt der europäischen Kommission – wir waren dabei!

Um was geht es?

Das von Erasmus + unterstützte Projekt „Paving the Way” hat sich mit den besonderen Potentialen junger Menschen mit Unterstützungsbedarfen beschäftigt.

Viele dieser Jugendlichen und jungen Erwachsenen können ihre Stärken und Interessen am besten durch „learning by doing” erkennen und weiterentwickeln.

Ziel des Projektes (wörtlich übersetzt: “Den Weg ebnen”) ist es, den Fokus auf nicht-formales und praxisorientiertes Lernen in ganz Europa zu legen und damit die Möglichkeiten zur Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt zu befördern.

Ein Weg zur Verbesserung der Wirksamkeit und der Qualität des nicht formalen Lernens besteht in der Dokumentation, Bewertung und Anerkennung der erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen. Das Projekt Paving the Way hat zusammengestellt, wie informelles Lernen in europäischen Produktionsschulen und Jugendwerkstätten dokumentiert und zertifiziert wird.

Mit den folgenden Materialen werden die Ergebnisse für eine breite Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt:

Die Partner

Bundesverband Produktionsschulen e.V. (BVPS), Germany

Berufsforderungsinstitut Oberosterreich (BFI), Austria

Fédération Nationales des Ecoles de Production (FNEP), France

Produktionsskoleforeningen (PSF), Denmark

OZARA storitveno in invalidsko podjetje d.o.o. (OZARA), Slovenia

Valtakunnallinen työpajayhdistys ry (TPY), Finland

Joensuun Nuorisoverstas ry, Finland

Materialien:

Katalog: Bewertung und Dokumentation des nicht-formalen Lernens – Werkzeuge und Praktiken

Artikel: Das Potenzial des praktischen Lernens

https://bv-produktionsschulen.de/ipso

Die englische Originalfassung sowie weitere Übersetzungen in Dänisch, Finnisch, Französisch und Slowenisch finden Sie auf der Projektseite

http://ipso.li/projects/paving-the-way/

 

Ansprechpartnerinnen in Deutschland sind:

Für den Bundesverband Produktionsschulen e.V.

Tanja Koschinsky: t.koschinsky@bv-produktionsschulen.de

Annette Jaecklein: Jaecklein.Annette@bbw-leipzig.de

 

Projektleitung bei IPSO:

Christine Muurholm: christine@psf.nu

Consultant, The Danish Association of Production Schools

Neuerscheinung: Interkulturelle und sprachliche Bildung

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Gerade im Übergang Schule-Beruf stellt der Umgang mit sprachlicher, kultureller und sozialer Vielfalt eine große Herausforderung dar, auf die Lehrende und pädagogische Fachkräfte bislang nur unzureichend vorbereitet werden und bei deren Bewältigung sie allenfalls punktuell – z.B. in Modellprojekten – Unterstützung erhalten. Anders als etwa in der schulischen Bildung ist dieses Handlungs- und Forschungsfeld bislang noch kaum systematisch in den Blick genommen worden. Die Beiträge des Bandes wollen zum einen zur Erschließung des Forschungsfeldes beitragen und zum anderen Professionalisierungsbedarfe für das Handlungsfeld Übergang Schule-Beruf einschließlich Produktionsschulen aufzeigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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