BVPS-Mitgliederversammlung 2020 in Kassel

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Unsere diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung fand am 17. September 2020 in Kassel statt. Der Tagungsort Südflügel im Kassseler Kulturbahnhof (Ort unserer letzten Fachtagung) verfügte über alle notwendigen Corona-gemäßen Bedingungen, sodaß eine anregende Diskussionsstimmung entstand. 35 Mitgliedsorganisationen besuchten die Präsenz-Veranstaltung. Mit Mittelpunkt stand der von Prof. Dr. Martin Kipp moderierte Workshop “Warum wir einen starken Produktionsschulverband brauchen!”.

Zukünftige Zielrichtung, da waren sich alle TeilnehmerInnen einig, wird die Stärkung der Arbeit und das Wirken unserer Landeszusammenschlüsse sein. Vorstandswahlen standen dieses Jahr nicht auf der Tagesordnung. Die nächsten wichtigen Aktivitäten werden der Bundesweite Aktionstag der Produktionsschulen und Jugendwerkstätten am 16. Juni 2021 und die BVPS-Fachtagung vom 16. – 18. September 2021 in Frankfurt (Oder) sein.

Sieger des Bundesweiten Upcyclings-Wettbewerbs „Ich war – Ich wurde – Ich werde“ gekürt

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Der Bundesverband Produktionsschulen e.V. lobte zum ersten Mal den Upcycling Wettbewerb „Ich war…, Ich wurde …, Ich werde …“ aus. 

Nach dem Motto „Wir geben Menschen eine dritte Chance. Gib Du Dingen eine dritte Chance!“ wurden innovative, originelle und überzeugende Upcycling-Produktideen gesucht. Diese sollten die Lebenserfahrungen und Sichtweisen der Jugendlichen widerspiegeln. Basis der Produkte sollte Abfallmaterial aus der eigenen Produktionsschule/Jugendwerkstatt oder auch von industriellen Kooperationspartnern sein.

Teilnehmen konnten Jugendliche aus Produktionsschulen oder Jugendwerkstätten in Deutschland. Sie bildeten ein Entwicklerteam mit den Werkstattpädagogen der Produktionsschulen, das aus mindestens 5 Personen bestand. Insgesamt meldeten sich 30 Teams zum Wettbewerb an. Der Lockdown während der Corona-Pandemie verhinderte leider, dass alle ein Produkt einreichen konnten.

Letztlich lagen der Jury, bestehend aus einem Produktionsschüler, einer Designerin, einem Kampagnenberater und dem Bundesverband, konkret 15 Produktideen zur Beurteilung vor.  Alle eingereichten Ideen überzeugten durch Kreativität und Engagement und zeigten die innovative Kraft des Produktionsschulansatzes.

Das Team „Un desastre crew“der Produktionsschule low-tec Düren aus Eschweiler begeisterte mit einer Tischleuchte die Juroren. Alte Papprollen und Eichenbalken bildeten das Abfall- und somit Ausgangsmaterial.

Die Zweitplatzierten, die „Kreativköppe“ der Weser-Solling Produktionsschule Holzminden entwickelten aus alten Holzpaletten ein Kistensystem zum Transport und der Lagerung von Gemüse und Obst.

Grundlage des dritten Gewinners, ein Serviertabletts der Produktionsschule Grümel aus Fulda, bildete eine alte Picknickbank aus Holz.

Der Wettbewerb war mit Geldpreisen von insgesamt 1.500 € im Rahmen des Talentstipendium ausgelobt. Nach dem Tode von Prof. Dr. Bojanowski und Bernd Reschke, Produktionsschulexperten der ersten Stunde, das Talentstipendium mit Spenden eingerichtet wurde. Coronabedingt wird die geplante Preisübergabe im Hygienemuseum Dresden durch lokale Veranstaltungen der Gewinnerschulen vor Ort ersetzt.

Nach den überzeugenden Erfahrungen des diesjährigen Upcycling-Wettbewerbs wird der Bundesverband Produktionsschulen einen neuen Wettbewerb im Rahmen des Talentstipendiums ausschreiben.

Copyright Photos: Bundesverband Produktionsschulen e.V.

Aktuell: Weiterbildungsreihe Werkstattpädagogin/Werkstattpädagoge

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Der Bundesverband Produktionsschulen schreibt aktuell die neunteilige Weiterbildungsreihe “Werkstattpädagogin/Werkstattpädagoge”  jetzt in Leipzig aus.  Das erste Modul beginnt am 12./13. März  2020 (Flyer) und die Reihe dauert insgesamt 17 Monate. Die Teilnehmenden erhalten nach dem Abschluss der Weiterbildungsreihe eine Teilnahmebestätigung und ein Zertifikat des Bundesverbandes Produktionsschulen und der Leibniz Universität Hannover (Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung). Der größte Teil der Weiterbildung kann für eine ReZA- Zusatzqualifikation für Ausbilderinnen und Ausbilder anerkannt werden bzw. in Kooperation mit einem Bildungsträger können die notwendigen Zusatzmodule angeboten werden.

Nach erfolgreicher TeilnahmeWenn Sie Interesse an der Teilnahme der Weiterbildungsreihe haben, melden Sie sich bitte Online an oder nehmen Sie Kontakt mit unserer Geschäftsstelle (info@bv-produktionsschulen.de) auf.  Anmeldeschluß: 10. Januar 2021

Lockdown in Brandenburger Produktionsschulen

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Die Brandenburger Produktionsschulen, in denen ESF-geförderte berufspädagogische Maßnahmen der Jugendhilfe umgesetzt werden, gehörten zu den ersten Einrichtungen im Land, die nach dem Lockdown ihre Arbeit vor Ort wieder aufgenommen haben.

Angeregt durch den Bundesverband Produktionsschulen haben sie gleich in den ersten Tagen nach Wiederöffnung einen elfminütigen Videofilm “Lockdown in Brandenburger Produktionsschulen” über ihre Zeit während der Schließung der Schule gedreht. Sie konnten sich zwar auf die Unterstützung der Werkstattpädagogen verlassen, dennoch haben sie wichtige Dinge vermisst.

“Da hat jemand hinten gefehlt,…”

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Produktionsschulen finden schon seit vielen Jahren Antworten auf die Integrationsschwierigkeiten benachteiligter Jugendlicher. Sie sind am Übergang zwischen Schule und Beruf angesiedelt, wo sie mit konkreten Arbeitssituationen komplexe Lern- und Entwicklungsprozesse einleiten. Die formale und konzeptionelle Umsetzung zeigt sich vielfältig und sinnstiftend. Dieser Beitrag „Da hat jemand hinten gefehlt, der hinter mir stand und sagte, ja, komm.“ skizziert eine spezifische Realisierung des Produktionsschulgedankens in drei konkreten Lernanlässen. Er ist im Nachgang unserer Weiterbildungsreihe zum/zur Werkstattpädagoge/Werkstattpädagogin entstanden.

Warum brauchen wir einen starken Produktionsschulverband!

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Bei der Gründung des Bundesverbandes haben wir uns drei zentrale Aufgaben gestellt:

  • Intensivierung der verbandsinternen Diskussion
  • Weiterverbreitung des Produktionsschulgedankens
  • entschlossene Außenvertretung.

Mit einem Workshop möchte der Vorstand nun mit euch / Ihnen eine Bestandsaufnahme der Verbandsarbeit vornehmen und danach fragen, wie weit wir bei der Umsetzung mittlerweile gekommen sind.

Als zweiten Schritt wollen wir dann Überlegungen anstellen, auf welchen Ebenen (Vorstand, Landesgruppen, Arbeitskreise, einzelne Produktionsschulen) des Verbandes konkret Veränderungen bzw. Verbesserungen vorgenommen werden sollten.

Mit dem beigefügten Arbeitspapier „Warum wir einen stärkeren Bundesverband brauchen!“ möchte der Vorstand eine Diskussion anstoßen, die zu konkreten Verbesserungen der Verbandsarbeit führt und von einer Mehrheit der Mitglieder auch getragen wird. Die Moderation des Workshops übernimmt Prof. Dr. i.R. Martin Kipp.

Der Workshop findet im Rahmen unserer Mitgliederversammlung statt am:

Donnerstag, 17. September 2020 von 12.00 bis 16.00 Uhr

Der Veranstaltungsort:

Südflügel im Kulturbahnhof Rainer Dierichs Platz 1, 34117 Kassel.

(gleicher Ort wie die Fachtagung 2019)

Die Veranstaltung beginnt mit einem Mittagsimbiss.

Weiterbildungsreihe erfolgreich abgeschlossen!

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21 Werkstattanleiterinnen und -anleiter aus Produktionsschulen, Jugendwerkstätten oder anderen berufsfördernden Einrichtungen erlangten jetzt erfolgreich nach 16 Monaten Ausbildung das Zertifikat „Werkstattpädagoge/Werkstattpädagogin“ des Bundesverbandes Produktionsschulen und der Leibniz Universität Hannover. Wegen der Corona-Pandemie präsentierten die TeilnehmerInnen ihre Abschlussarbeiten diesmal in digitaler Form.

Die Teilnehmenden aus dem gesamten Bundesgebiet wurden im Rahmen von neun zweitägigen Seminarmodulen von einem 12-köpfigen Dozententeam aus Wissenschaft und Praxis im Bereich der Beruflichen Förderpädagogik begleitet und weitergebildet. Die Weiterbildungsreihe hat einen Umfang von insgesamt 360 Stunden (Seminarpräsenz sowie Bearbeitung von Studienaufgaben). Ziel dieser Reihe ist die Professionalisierung der Fachkräfte in Produktionsschulen. Diese sollen durch neu erlernte Konzepte, Ansätze und Methoden sowie durch den fachlichen Austausch die Bildungs- und Beschäftigungsfähigkeit von benachteiligten Jugendlichen und jungen Menschen verbessern, so dass diese anschließend in geeignete betriebliche Ausbildung, Beschäftigung oder weiterführende schulische Angebote integriert werden können.

Die durch den Bundesverband Produktionsschulen und die Leibniz Universität Hannover (Prof. Dr. Arnulf Bojanowski; Dr. Cortina Gentner) entwickelte Modulreihe „Weiterbildung zum/zur Werkstattpädagogen/Werkstattpädagogin“ stellte die hohen Anforderungen an die Werkstattpädagogen in Produktionsschulen bei der Förderung von jungen Menschen mit schlechten Startchancen beim Übergang in Ausbildung und Arbeit in den Mittelpunkt. Diese Weiterbildung wird als ein positives Modell gewertet werden, um die zukünftigen Herausforderungen – auch von betrieblichen AusbilderInnen – besser zu unterstützen. Im März 2020 ist eine weitere Weiterbildungsreihe in Köln angelaufen.

Die äußerst positiven Rückmeldungen aller bisher beteiligten Absolventinnen und Absolventen dieser Weiterbildungsreihe haben den Bundesverband bewogen, eine weitere Reihe ab März 2020 in Köln zu starten. Weitere Informationen zur Weiterbildungsbildungsreihe des Bundesverbandes erhalten Sie über www.bv-produktionsschulen.de.

Bundesweiter Aktionstag abgesagt

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Den bundesweiten Aktionstag der Produktionsschulen und Jugendwerkstätten am 17.06.2020 müssen wir aufgrund der Corona Pandemie leider absagen.
Ob unsere BVPS-Fachtagung und Mitgliederversammlung vom 16. bis 18. September 2020 in Frankfurt/Oder stattfinden wird, entscheidet sich voraussichtlich Ende Mai. Die Entscheidung trifft der Vorstand in Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt/Oder. Zu gegebener Zeit werden wir Sie diesbezüglich informieren.

Wir bleiben weiter für Sie erreichbar. Sollten Sie Unterstützung benötigen, sind wir gerne für Sie da. Sie erreichen uns per Mail info@bv-produktionsschulen.de oder telefonisch unter 0511 – 72 73 77 75 von Dienstag bis Donnerstag von 9.00 bis 15.00 Uhr.

Neuer Vorstand im Bundesverband

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Auf der Mitgliederversammlung am 27. September 2019 in Kassel stand die turnusmäßige Wahl des Vorstandes auf der Tagesordnung. Tanja Koschinski, Tobias Schmidt und Herbert traten nicht mehr zur Wahl. Durch den Tod unseres langjährigen Vorstandsmitglied, Bernd Reschke, entstand eine Vakanz. Die Mitgliederversammlung bedankte sich für die sehr engagierte Arbeit der ausscheidenden Vorstände. Ariane Flick, Tom Johanssen und Martin Mertens stellten sich wieder zur Wahl.

Die gut besetzte Mitgliederversammlung wählte Tatjana Fesenko, Arne Meisel, Frank Schobes neu in den Vorstand. Der neue Vorstand entschied sich für Martin Mertens als alten und neuen Vorsitzenden des Bundesverbandes.

Start des BVPS-Upcycling Wettbewerb 2019

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Der Bundesverband Produktionsschulen e.V. lobt zum ersten Mal den Upcycling Wettbewerb „Ich war…, Ich wurde …, Ich werde …“ aus. Im Rahmen unserer bundesweiten Fachtagung am 26. September 2019 in Kassel startete er mit einem Workshop “Wege der Produktentwicklung”.

Nach dem Motto „Wir geben Menschen eine dritte Chance. Gib Du Dingen eine dritte Chance!“ suchen wir innovative, originelle und überzeugende Produktideen. Diese sollen eure Lebenserfahrungen und Sichtweisen widerspiegeln. Basis eurer Produkte soll Abfallmaterial aus der eigenen Produktionsschule/Jugendwerkstatt oder aber auch von industriellen Kooperationspartnern sein.

Es geht also um UPCYCLING im Sinne der Wiederverwendung scheinbar nutzloser Materialien.

Die Produkte sollen …

  • … einen Namen bekommen, 
  • … eine Geschichte erzählen, 
  • … eine Lebenshaltung widerspiegeln, 
  • … Charakter und einen Gebrauchswert haben.

Detailliertere Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier.

Meldet euch bitte bis zum 31.10.2019 zur Teilnahme beim Wettbewerb an.

Online Anmeldung Upcycling Wettbewerb

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Upcycling: Aus Alt mach Neu. Aus Müll neues bauen ist voll im Trend